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Thomas Edward Lawrence

Lawrence von Arabien

Thomas Edward Lawrence und das Wadi Rum

Niemand machte das Wadi Rum so berühmt wie der 1888 geborene britische Offizier, Schriftsteller und Abenteurer Thomas Edward Lawrence, der besser bekannt ist unter dem Namen Lawrence von Arabien. Seine berühmteste Mission war die Beteiligung an der sogenannten ‚Arabischen Revolte‘ im Ersten Weltkrieg, die von England, für das er dabei als Verbindungsmann fungierte, unterstützt wurde. Im Rahmen dessen gelang es, die Stämme der Arabischen Halbinsel zu einen und gegen die Osmanischen Besatzer, die Alliierte der Deutschen waren, zu mobilisieren. Lawrence führte dabei gezielte Sprengungen der Zugverbindungen durch, wodurch die türkischen Truppen nicht mehr versorgt werden konnten und isoliert waren.

Kamelkarawane im Wadi Rum
Kamelkarawane im Wadi Rum
Die Araber bewegten sich dagegen auf Kamelen durch die Wüste und waren somit klar im Vorteil. Unterstützt durch die Briten, die im Roten Meer stark präsent waren, gelang die Einnahme von Aqaba, wodurch eine gute Versorgung, der britisch-arabischen Allianz möglich wurde. Der Aufstand gipfelte in der Einnahme von Damaskus, was eine Neuordnung des Nahen Ostens zur Folge hatte, die bis heute nachwirkt. Es kam zur Einteilung in Gebiete, die den Kolonialmächten England und Frankreich unterstanden und aus denen später die arabischen Nationalstaaten, sowie Israel hervorgingen. Für die Araber war der Verlauf des Aufstandes insgesamt erfolgreich, aber die anschließende Kolonisierung des Nahen Ostens rief eine Erschütterung in das Vertrauen zum Westen hervor, von der sich die arabische Seele bis heute nicht erholt hat.

Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielte T.E. Lawrence, welcher den Aufstand in seinem Buch ‚Die Sieben Säulen der Weisheit‘ später detailliert beschrieben hat. Während er mit seinen arabischen Waffenbrüdern an der Eroberung des Nahen Ostens kämpfte und ihnen eine unabhängige Zukunft versprach, wusste er bereits, dass im Falle des Erfolges das 1916 geschlossene Sykes-Picot-Abkommen zur Aufteilung unter den Briten und den Franzosen führen würde. Seine Mitstreiter waren ihm in den entbehrungsreichen Märschen durch die Wüste und den Kämpfen bei denen er sich in Lebensgefahr begab, so stark ans Herz gewachsen, dass er nach Ende des Krieges, ob seines Wissens von schweren Schuldgefühlen geplagt wurde.

Da sich Lawrence unter falschem Namen in die Anonymität des Militärs flüchtete und bereits 1935 an den Folgen eines Motorradunfalls ums Leben kam, ist seine Rolle weiterhin umstritten. Nicht selten tauchte die Meinung auf, er habe den Glauben besessen, nach dem Sieg der Araber eine andere Lösung zu finden, als die Übernahme der Kontrolle durch die Europäer. Da er sich aber äußerst Menschenscheu gab, kann seine innere Einstellung zum Aufstand der Araber schwer geklärt werden und seine Aufzeichnungen, die zweifelsohne von ihm geschönt sein können, müssen als Quelle genügen.
Unsterblich machte ihn daneben Hollywood, als man 1962 den Film ‚Lawrence von Arabien‘ drehte, in dem er durch Peter O’Toole dargestellt wurde.

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