Petra

Seit 1985 gehört Petra zum UNESCO-Weltkulturerbe und als 2007 von 100 Millionen Menschen weltweit abgestimmt werden sollte, was für sie die aktuellen Sieben Weltwunder seien, war Petra auch in dieser Liste vertreten. Es ist unbestritten das Highlight für die meisten Jordanien-Reisen und hat das Land weltweit berühmt gemacht. Durch das trockene und beständige Klima sind die Bauwerke der „Felsenstadt“ in einem Zustand, der einen zuweilen glauben lässt, die Erbauer hätten die Stadt erst vor kurzem verlassen.

Hier finden Sie eine Reisereportage über die Felsenstadt Petra und das Wadi Rum, mit Ausrüstungstipps von Bergzeit.de.


Erbauer der Felsenstadt, so wie man sie heute besichtigen kann, waren die Nabatäer, auch wenn sie nicht die ersten waren, die sich in dem Felsental, welches die Stadt darstellt, ansiedelten. Bereits 9000 v. Chr. fand eine Besiedlung statt, doch erst im 5. Jahrhundert v. Chr. Begann die Zeit der Nabatäer, die das Aussehen des Tales nachhaltig prägen sollten. Sie machten sich den Umstand zu Nutze, dass Petra an einem Kreuzungspunkt verschiedener Karawanenrouten gelegen war. So brachten Karawanen aus Südarabien (dem heutigen Jemen und Oman) Weihrauch Richtung Mittelmeer und Syrien. Während Waren die aus dem Norden und über die Seidenstraße kamen, Richtung Süden und Richtung Ägypten umgeschlagen werden konnten. Neben dem Verlauf der Handelswege war aber auch ein anderer Fakt entscheidend für den Aufstieg Petras als Handelszentrum. In den Schluchten fanden sich Wasservorkommen und Quellen, wodurch das Tal, das außerdem aufgrund der schmalen Zugänge hervorragend zu verteidigen war, eine herausragende Stellung erhielt. Nachdem die Nabatäer begannen aus den Wegzöllen Reichtum zu schöpfen, setzte ab dem 3. Jh. v. Chr. eine rege Bautätigkeit ein. Aquädukte wurden durch die Täler gebaut und Höhlen in den Fels geschlagen. Viele hellenische Einflüsse lassen sich in den Bauwerken finden, auf welche in der Mehrzahl das Wort Bauwerk eigentlich gar nicht passend erscheinen mag, da die imposanten Fassaden direkt in den Felsen hineingeschlagen worden sind.

Im Ringen mit seinen Nachbarn, insbesondere mit der römischen Expansion im Nahen Osten, nahm die Bedeutung Petras und der Nabatäer mehr und mehr ab. Andere Handelswege und der Seewege gruben der Stadt, die in ihrer Blüte 40.000 Einwohner fasste, die Einnahmen ab. Durch Erdbeben und die arabische Expansion gaben auch die letzten Bewohner die Stadt auf und als die Stadt im 19. Jahrhundert durch die Europäer wiederentdeckt wurde, existierte nur noch eine kleine Ansiedlung von Beduinen inmitten der prächtigen Baudenkmäler aus der Vergangenheit.

Im 20. Jh. begann der Fremdenverkehr in Petra Fuß zu fassen und als Steven Spielberg das Finale seines Films „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ nach Petra verlegte, wurde die Felsenstadt endgültig zum Markenzeichen Jordaniens.


Aktivitäten und Sehenswertes

Die interessantesten Baudenkmäler

Hier finden Sie Bilder und Panorama-Aufnahmen der Felsenstadt.

Aktivitäten in Petra

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